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    Bürgerarbeit als Chance

    Wernigerode, den 21.03.2011

    Seit Januar engagiert sich die KoBa bei der Umsetzung der Bürgerarbeit in unserer Region. Bundesweit sind 34000 Bürgerarbeitsplätze geplant, 150 davon sollen in diesem Jahr in Blankenburg und der Stadt Oberharz am Brocken geschaffen werden. In der Stadt Oberharz am Brocken beginnen die ersten Bürgerarbeiter ab April ihre Tätigkeit, in Blankenburg werden die Stellen ab August eingerichtet.

    Bürgerarbeit als Chance

    Vereine und Träger können jetzt Bürgerarbeitsplätze beantragen

     

    Seit Januar engagiert sich die KoBa bei der Umsetzung der Bürgerarbeit in unserer Region. Bundesweit sind 34000 Bürgerarbeitsplätze geplant, 150 davon sollen in diesem Jahr in Blankenburg und der Stadt Oberharz am Brocken geschaffen werden. In der Stadt Oberharz am Brocken beginnen die ersten Bürgerarbeiter ab April ihre Tätigkeit, in Blankenburg werden die Stellen ab August eingerichtet.

     

    Bürgerarbeit als Chance für Erwerbslose!

    Buergerarbeit im HarzkreisDie Bürgerarbeit – ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales - hat das Ziel Langzeitarbeitslose durch gezielte Aktivierung wieder in reguläre Arbeit zu vermitteln.

     

    In einer aktuell laufenden Aktivierungsphase wird hierfür noch intensiver als sonst geschaut, welche Vermittlungsmöglichkeiten es gibt oder wie der Arbeitslose gezielt marktfähig gefördert werden kann. Von den 720 Männern und Frauen, die an dem Programm teilnehmen, konnten auf diese Weise bisher schon 108 in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, das sind 15%.

     

    Für jene, die in der Aktivierungsphase nicht vermittelt werden können, besteht dann die Möglichkeit eines Bürgerarbeitsplatzes. Dieser ist auf die Dauer von 3 Jahren befristet. Die Wochenarbeitszeit beträgt 20 oder 30 Stunden.

     

    Befragte Arbeitgeber bestätigen die Erfahrung, dass nicht wenige Mitarbeiter verschiedener Bereiche ihre heutigen „festen Stellen“ nach einer ähnlichen vorher befristeten Arbeitsmarktaktivität erhalten haben. Bürgerarbeit ist also auch eine Chance, Arbeitgeber kennenzulernen und sich zu beweisen.

     

    Bürgerarbeitsplätze als Chance für Vereine, kommunale Träger und Kirchengemeinden!

    Auch den Vereinen und Trägern bietet die Einrichtung von Bürgerarbeitsplätzen viele Vorteile, denn sie gewährleisten für drei Jahre eine kontinuierliche und verlässliche Hilfe.

    Um die Bürgerarbeitsplätze zu schaffen, sind nun die ansässigen kommunalen Träger und Vereine gefragt. Sie sollten schnellstmöglich entsprechende Bedarfe für Stellen bei der KoBa anmelden. Erste Anträge liegen bereits vor.

     

    Für den Bereich Blankenburg haben sich beispielsweise die Lebenshilfe gGmbH mit den Kindertagesstätten in Timmenrode und Wienrode und der Timmenröder Kegelverein beworben. Gespräche gab es auch mit der Stadt Blankenburg, dem ansässigen Rodelclub, der Volkssolidarität und weiteren Interessenten.

     

    Corina Reinhardt, Ansprechpartnerin für Bürgerarbeit bei der KoBa, betont in diesem Zusammenhang die große Bandbreite der Einsatzbereiche bei der Bürgerarbeit. Wichtig ist, dass die Beschäftigung freiwillige kommunale Aufgaben unterstützt und im Rahmen zusätzlicher Aufgaben im öffentlichen Interesse liegen muss.  Für die Antragstellung bietet sie gerne eine individuelle Beratung an und hilft dabei, die Anträge auf Bürgerarbeit genehmigungsfähig zu verfassen.

     

    Mögliche Einsatzgebiete für Bürgerarbeiter liegen im kommunalen Bereich, im Sport, in der freien Kulturarbeit, in der Kinder- und Jugendbetreuung, im Bereich Gesundheit & soziale Dienste, in der Betreuung älterer und behinderter Menschen oder im Umwelt-, Landschafts-, Tier- und Naturschutz.

     

    Vereine könnten das Programm beispielsweise zur Schaffung von neuen Angeboten nutzen, die über die satzungsmäßigen Aufgaben hinaus gehen. Die Entwicklung neuer Offerten in der Kinder- und Jugendarbeit oder von Angeboten für Nicht-Mitglieder wären hier Beispiele für eine potentiell förderfähige qualitative Aufgabenerweiterung. Vereine mit hoher Aufgabenfülle können ebenfalls Unterstützung bekommen. Hier wäre z.B. die Schaffung einer Koordinatorenstelle möglich.

    Auch Heimat- oder Fördervereine, die nicht-professionelle touristische Einrichtungen oder Sehenswürdigkeiten betreiben, sollten sich beraten lassen.

     

    Kirchengemeinden sollten ebenfalls die Chance nutzen, mit Hilfe von Bürgerarbeitern erweiterte Angebote für Kinder und Jugendliche und/oder Senioren zu schaffen. Hier wären beispielsweise zusätzliche Betreuungs- und Begleitdienste oder weitergehende Angebote zur Freizeitgestaltung denkbar.

     

    Finanzierung der Bürgerarbeitsplätze

    Vereine und Träger, die Bürgerarbeiter beschäftigen, treten als Arbeitgeber auf – mit allen Rechten und Pflichten. Das bedeutet beispielsweise zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

    Dennoch sollte die Einrichtung eines Bürgerarbeitsplatzes nicht gescheut werden, denn immerhin gewährleisten die Arbeitsplätze für drei Jahre eine beständige und zuverlässige Hilfe und eine Alternative zu ausgelaufenen Programmen wie Kommunal Kombi oder den seltener werdenden Zivildienststellen.

     

    Die Finanzierung der Personalkosten erfolgt in einer Höhe von max. 1.080 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Dabei sind 900 Euro Bruttolohn des Bürgerarbeiters und 180 Euro Arbeitgeberanteil veranschlagt. Umlagen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Verwaltungs- und Sachkosten sind von den Einrichtungen selbst zu tragen

     

    Sollte ein Arbeitgeber einem Tarifvertrag unterliegen, müssen auch an die Bürgerarbeiter tarifvertraglich geregelte Gehälter gezahlt werden. Die Differenz zwischen dem Förderhöchstbetrag und dem tariflich geregelten Verdienst muss der Arbeitgeber selbst finanzieren.  

     

    Informationsveranstaltung zur Bürgerarbeit geplant

    Ansprechpartnerin für Buergerarbeit - Corina ReinhardtTräger und Vereine, die in Blankenburg tätig sind und Interesse daran haben, einen Bürgerarbeitsplatz einzurichten, erhalten von der KoBa intensive Unterstützung bei der Antragsstellung und allen Fragen rund um die Bürgerarbeit. Interessenten erreichen Frau Reinhardt unter der Telefonnummer (03943) 58-3674.

     

    Die Stadt Blankenburg plant für interessierte Vereine und Träger im April eine Informationsveranstaltung zur Bürgerarbeit. Hier wird Frau Reinhardt gerne konkrete Fragen zum Thema erörtern.

     

     

     

    Pressemitteilung KoBa, 21.03.2011

     

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