Wussten Sie, dass die älteste Polizeistation Deutschlands in Osterwieck zu finden ist? Dass das Holzmehl zur Stabilisierung der ersten Trabant-Karosserie aus Abbenrode kam? Oder dass es in Treseburg ein Seniorenheim für Uhren gibt? Diese und andere spannende Entdeckungen im Harzkreis haben 14 Frauen und Männer in den letzten drei Jahren unter dem Titel „33 kleine Schätze des Harzes“ zusammengetragen.
33 kleine Schätze des Harzes
DVD stellt wenig bekannte Sehenswürdigkeiten des Harzkreises vor
Wussten Sie, dass die älteste Polizeistation Deutschlands in Osterwieck zu finden ist? Dass das Holzmehl zur Stabilisierung der ersten Trabant-Karosserie aus Abbenrode kam? Oder dass es in Treseburg ein Seniorenheim für Uhren gibt? Diese und andere spannende Entdeckungen im Harzkreis haben 14 Frauen und Männer in den letzten drei Jahren unter dem Titel „33 kleine Schätze des Harzes“ zusammengetragen.
Seit dem Sommer 2008 erfassten und dokumentierten sie im Rahmen des Landesprojektes Aktiv zur Rente beim Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft (EBG) zahlreiche bisher noch wenig bekannte, aber reizvolle Sehenswürdigkeiten unseres Landkreises. Diese Kleinode unserer Region erzählen viel über die Heimatgeschichte der Regionen um Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg. Die zusätzliche Entwicklung eines Rad- und Wanderwegenetzes entlang der Route des R1 mit Abstechern zu den sehenswerten Orten soll es Einheimischen und Besuchern gleichermaßen ermöglichen, die vorgestellten Geheimtipps zu erkunden. Entstanden ist eine abwechslungsreiche Film-Dokumentation, welche die Wernigeröder Teilnehmer der Maßnahme Vertretern von KoBa und Landkreis zum Abschluss des Projektes vorstellten und je eine der entstandenen DVDs übergaben.

Dabei sprachen die Akteure mit einem lachenden und einem weinenden Auge über die vergangenen drei Jahre. Elke Mänz beschreibt die Zeit, in der die drei Teams aus Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg zunächst eine gemeinsame Strategie entwickelten und dann selbstständig ihre Region nach sehenswerten touristischen Zielen erkundeten, als spannend und sehr lehrreich. „Es hat Spaß gemacht“, erzählt die 58jährige, „es ist wirklich schade, dass es nun vorbei ist“. Sie hat im Projekt viel über ihre Heimat gelernt, viele Kontakte geknüpft und darüber hinaus auch eine große Portion Selbstbewusstsein gewonnen. Als Interviewerin stand sie an vielen Drehtagen selbst mit vor der Kamera. Auch Wolfgang Stürzebecher ist stolz auf das Geleistete. Der gelernte Tischler bereicherte das Team mit seinem Talent für die Kameraführung und den Filmschnitt. „Am Ende wurde die Zeit etwas knapp“ erinnert er sich, „aber wir hatten immer eine wunderbare Harmonie in der Gruppe, ohne die wir dieses Ergebnis nicht geschafft hätten.“ Der Hobbyfilmemacher, der auch den Offenen Kanal in Wernigerode mit aktueller Berichterstattung unterstützt, lobte das menschliche Miteinander und die anspruchsvolle Aufgabe des Projektes.
Gisela Siegfried und Klaus Hoppe, die Bildungszentrenleiter der Standorte Quedlinburg und Halberstadt, hoben das besondere Engagement und die gute Zusammenarbeit der aller 14 Projektteilnehmer hervor. Sie gaben den Anwesenden herzliche Worte und ein großes Dankeschön mit auf den weiteren Lebensweg.
„Hier ist ein nachhaltiger Wert für die Region entstanden,“ waren sich auch Danny Jahn vom Amt für Wirtschaftsförderung des Landkreises und Margit Wolff von der KoBa einig. Das EBG teilte mit, dass man nun in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der kommunalen Beschäftigungsagentur die Möglichkeiten prüfe, die entstandenen Filme regional und überregional der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Wer solange nicht warten will, kann bis dahin gegen einen Unkostenbeitrag von 5 Euro eine Kopie der DVD „33 kleine Schätze des Harzes“ beim Regionalen Kompetenzzentrum Harz, Düsterngraben 3 in 38820 Halberstadt bestellen.
Pressemitteilung KoBa, 08.07.2011