Das Schlagwort „Fachkräftemangel“ ist seit einiger Zeit in aller Munde. Auch im Landkreis Harz gibt es Firmen, die händeringend nach geeigneten Bewerbern für offene Stellen suchen. Auf der anderen Seite bemühen sich viele Menschen um eine Arbeit, aber bekommen keine. Gerade ältere Arbeitssuchende haben es in unserer heutigen jugendorientierten Arbeitswelt schwer, wieder Fuß zu fassen – trotz reicher Lebens- und Berufserfahrung.
Perspektive 50plus
Beschäftigungspakt für Ältere startet
Das Schlagwort „Fachkräftemangel“ ist seit einiger Zeit in aller Munde. Auch im Landkreis Harz gibt es Firmen, die händeringend nach geeigneten Bewerbern für offene Stellen suchen. Auf der anderen Seite bemühen sich viele Menschen um eine Arbeit, aber bekommen keine. Gerade ältere Arbeitssuchende haben es in unserer heutigen jugendorientierten Arbeitswelt schwer, wieder Fuß zu fassen – trotz reicher Lebens- und Berufserfahrung.
Um älteren Langzeitarbeitslosen dennoch eine faire Chance am Arbeitsmarkt zu bieten, haben sich die KoBa Jobcenter Harz und das Jobcenter Mansfeld-Südharz zu einem Beschäftigungspakt im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ zusammengeschlossen. In engem Erfahrungsaustausch sollen so in den Jahren 2011 bis 2015 die Beschäftigungschancen der älteren Langzeitarbeitslosen weiter verbessert werden.
Ab Juli werden in der KoBa deshalb zusätzlich fünf spezialisierte Fallmanager eigens für den Personenkreis der über 50Jährigen tätig sein. Diese Mitarbeiter/innen sollen intensiven Kontakt zu den älteren Arbeitssuchenden halten und so vorhandene Potentiale sowie mögliche Hemmnisse bei Bewerbern und aber auch bei Unternehmen ausloten. Dafür arbeiten sie eng mit dem Arbeitgeberservice, Bildungsträgern und weiteren Netzwerkpartnern zusammen.
In individuellen Gesprächen, Aktivierungsworkshops und Einzel-Coachings können die aktuell rund 600 Programmteilnehmer ausloten, in welchen Bereichen sie noch Unterstützung und Qualifizierung benötigen, wie sie ihre Selbstvermarktungsstrategien verbessern können oder einen Abgleich von Selbst- und Fremdwahrnehmung ihres persönlichen Erfahrungsschatzes vornehmen. Auch Themen wie Gesundheitsvorsorge, Prävention, Motivation und Alltagsbewältigung werden in den modular aufgebauten Kursen angeboten.
Konkret bietet das Programm den Teilnehmern auch nach der Aktivierungsphase umfassende Beratung zur Aktualität der beruflichen Qualifikation und zur Vorgehensweise bei Bewerbungen, Hilfe bei der Auswahl geeigneter Stellenangebote und Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit potentiellen Arbeitgebern.
Parallel dazu erhalten Arbeitgeber gezielten Beistand bei der Neubesetzung vakanter Stellen mit passenden Fachkräften. Professionelle Begleitung von Einstellungsverfahren oder Beratungen zu Förder- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Mitarbeitern sind Teil des Angebotes der Jobcenter.
Neben den Potenzialen der Wirtschaft sollen auch Gestaltungskraft und Kreativität der Regionen stärker als bisher zur beruflichen Eingliederung älterer Langzeitarbeitsloser genutzt werden. Deshalb werden verstärkt auch regionale Netzwerke in die Arbeit der Grundsicherungsträger einbezogen. Wichtige Partner im Beschäftigungspakt sind Unternehmen, Kammern und Verbände, kommunale Einrichtungen und Bildungsträger, Politik, Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverbände. Die Arbeit des Beschäftigungspaktes wird unterstützt und gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“.
Pressemitteilung KoBa, 04.07.2011